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News

Datum:
20.07.2020 – 13:33

Autor:
Claus Püschel

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Befragung der BFS zu Auswirkungen der Corona-Pandemie

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Logo Bank für Sozialwirtschaft

Die Bank für Sozialwirtschaft Köln (BFS) hat Ergebnisse einer Befragung zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Sozial- und Gesundheitswesen und die Freie Wohlfahrtspflege veröffentlicht. Die Studie verfolgt das Ziel, die durch die Corona-Pandemie neu aufgetretenen Belastungen qualitativ und quantitativ zu erfassen und daraus Unterstützungsbedarfe für politische und wirtschaftliche Weichenstellungen abzuleiten.

Die Befragung zeigt eine große Unsicherheit der Träger hinsichtlich ihrer zukünftigen finanziellen Situation. Die Kompensation von Ertragsausfällen durch die Schutzschirme wird als unzureichend angesehen. Daher rechnen rund zwei Drittel der befragten Einrichtungen und Organisationen mit einer Verringerung ihrer Liquidität. Rund 81 % gehen von einer zum Teil erheblichen negativen Abweichung in ihrer Planung zur Gewinn- und Verlustrechnung aus.

„Trotz der Schutzpakete und Hilfsprogramme besteht bei vielen Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen ein finanzieller Engpass. Daher sind schon jetzt wirtschaftliche Defizite zu erwarten, die je nach Dauer der Pandemie drastische Formen annehmen können und auch den Konsolidierungsdruck in der Branche spürbar verschärfen werden“, kommentiert Prof. Dr. Harald Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Bank für Sozialwirtschaft. Mit Blick auf die Auslastung zeichnen sich jedoch auch deutliche Unterschiede ab. Die Tagespflege, die Kinder- und Jugendhilfe sowie die ambulante und stationäre Pflege sind am stärksten von Auslastungsschwierigkeiten betroffen. Die ambulanten Wohnformen (ABWG, Betreutes Wohnen) haben dagegen vergleichsw. geringe Auslastungsrückgänge zu verzeichnen.

Den größten Unterstützungsbedarf sehen die Befragten bei der qualifizierten Personalgewinnung und der Personalentwicklung. „Durch die Corona-Krise haben sich die Anforderungen an die Mitarbeiter in der Sozialwirtschaft abermals erhöht. Wir gehen auf der Basis unserer Erhebung davon aus, dass der Mangel an qualifiziertem Personal infolge der Pandemie weiter zunehmen wird, was die Träger zusätzlich unter wirtschaftlichen Druck setzt und zu Versorgungsengpässen führen kann“, so Schmitz weiter.

Unsicherheit besteht auch über etwaige Rückzahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit geleisteten Ausgleichszahlungen. Ein Großteil der Befragten erwartet eine wachsende Refinanzierungslücke. Bei den meisten Organisationen bewegen sich die nicht kompensierten Einnahmeausfälle bisher in einer Größenordnung zwischen 5 und 20 Prozent. Die bundesweite Erhebung hat die BFS in Kooperation mit den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege, dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste und der Universität zu Köln im Zeitraum 15. Mai bis 15. Juni 2020 durchgeführt.

Neben den wirtschaftlichen Folgen wurden auch die Einflüsse der Corona-Krise auf die Beschäftigten, auf die Immobiliensituation, auf die Digitalisierung sowie die mittel- und langfristigen Folgen der Pandemie für das Sozial- und Gesundheitswesen abgefragt. Beschleunigend hat die Pandemie auf die Digitalisierung gewirkt. Die grundsätzliche positive Öffnung für neue Wege in der Arbeitsorganisation wird viele Organisationen jedoch auch unter erhöhten Zugzwang bei Investitionen in technische Innovationen setzen. Hier sieht sich die Bank für Sozialwirtschaft aufgrund der eigenen Erfahrungen bei der Digitalisierung von Prozessen nicht nur als Finanzdienstleister, sondern auch als Sparringspartner ihrer Kunden. An der Umfrage haben rund 1.000 Akteure des Sozial- und Gesundheitswesens teilgenommen.

Datum:
10.07.2020 – 12:51

Autor:
Claus Püschel

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Hartz IV: Kampagnenstart für eine menschenwürdige, sanktionsfreie und bedarfsdeckende Grundsicherung

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Hartz IV steht auf dem Prüfstand: Zum 01.01.2021 steht eine Neufestsetzung der Regelsätze in der Grundsicherung für die nächsten fünf Jahre an. Die Vorbereitungen für das notwendige Gesetzgebungsverfahren laufen auf Hochtouren. Das Bundesverfassungsgericht hat zudem den Gesetzgeber zu einer Neuregelung der Sanktionspraxis in Hartz IV aufgefordert.

Vor dem Hintergrund dieser folgenreichen Entscheidungen über die Zukunft der Grundsicherung haben der Verein Sanktionsfrei und der Paritätische Gesamtverband diese Woche eine gemeinsame Kampagne unter dem Motto “Hartzfacts” gestartet. Ziel ist es, Betroffenen den Rücken zu stärken und politisch Druck für eine menschenwürdige Grundsicherung zu machen. Mit der Kampagne sollen Vorurteile gegenüber Hartz IV-Beziehenden ausgeräumt werden.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Forsa vom März 2020 sind Vorurteile gegenüber Hartz IV-Beziehenden in der Bevölkerung nach wie vor weit verbreitet: Dass Hartz IV-Beziehende bei der Job-Auswahl zu wählerisch seien, glaubt mit 45 Prozent fast die Hälfte der Befragten und etwas über die Hälfte neigt der Aussage zu, dass Hartz IV-Beziehende „nichts Richtiges“ zu tun hätten. Dem gegenüber stehen die empirischen und statistischen Fakten, nach denen nur rund ein Viertel der Hartz IV-Beziehenden tatsächlich arbeitslos ist, während der Großteil erwerbstätig, in Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahmen oder mit der Pflege oder Erziehung von Angehörigen beschäftigt ist und daher dem Arbeitsmarkt derzeit nicht zur Verfügung steht.

Auf der Kampagnenwebseite www.hartzfacts.de werden verbreiteten Vorurteilen weitere Fakten gegenübergestellt. Zudem sind in den nächsten zwei Wochen bundesweit Großflächenplakate zu sehen. Angehängt finden Sie die Ergebnisse der Ergebnisse der Umfrage zu Vorurteilen sowie aus Anlass des Bekanntwerdens der Regelsatzvorschläge ab 1. Januar 2021 aus dem BMAS die Ergebnisse einer weiteren Umfrage zu Einschätzungen der Bevölkerung zu den Kosten des täglichen Lebensunterhaltes. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Die Vorstellungen der ganz großen Mehrheit der Bevölkerung darüber, was für das Bestreiten des Lebensunterhaltes benötigt wird, rückt sehr weit ab von dem, was das BMAS als Ergebnis seiner statistischen Berechnungen als bedarfsdeckend vorschlägt.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer

Wiebke Schröder, Referentin für Zivilgesellschaftliches Engagement

Datum:
10.07.2020 – 12:36

Autor:
Claus Püschel

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Sachsen hat eine neue Seniorenbeauftragte

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Dresden. Christina Schifferdecker ist Sachsens neue Landesseniorenbauftragte. Sie wurde am Mittwoch von Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bestellt. Senioren haben einen wichtigen Erfahrungsschatz, den wir für den gesellschaftlichen Zusammenhalt brauchen", sagte Köpping. Bisher war Schifferdecker im Sozialminsterium im Bereich Kinder und Jugendliche tätig. "Das passt gut" sagte die 59-Jährige. In den Dialog zu gehen, ist mir am wichtigsten. Auch generationsübergreifend."

Schon seit 2005 gibt es im Sozialministerium einen Landesseniorenbeauftragten. CDU, Grüne und SPD haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, diese Position zu stärken. Die neue Landesbeauftragte wird eine eigene Stabsstelle bekommen. Ziel ist es, die Teilhabe der Senioren am gesellschaftlichen Leben zu stärken.

Die Interessen von älteren Menschen sollen auch innerhalb der Regierung gut vertreten werden, etwa in den Bereichen Verbraucherschutz und Wohnen. In Sachsen leben bereits jetzt mehr als eine Million Menschen, die 65 Jahre und älter sind, das sind 26,5 % der Bevölkerung.

Quelle: SZ v. 09.07.2020

Datum:
02.07.2020 – 10:35

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen unterstützt Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Demenzerkrankten und deren Umfeld

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Mit gestrigem Beschluss des Bundeskabinetts wurde die Nationale Demenzstrategie auf den Weg gebracht. Ziel ist, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen nachhaltig zu verbessern und dafür tragfähige Strukturen zu schaffen.

Die Strategie wurde in gemeinsamer Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums für Gesundheit unter Mitwirkung der Bundesländer, Kommunen und einer Vielzahl von Organisationen erarbeitet. Sie benennt Handlungsfelder und zeigt eine Vielzahl konkreter Maßnahmen auf, die in den nächsten Jahren auf unterschiedlichen Ebenen verfolgt werden sollen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat sich aktiv an der Erarbeitung der Strategie beteiligt und wird sich nach Kräften in die konkrete Umsetzung einbringen. „Jeder Mensch ist einzigartig und Teil unserer Gesellschaft, ob mit oder ohne Demenz. Es ist gut, dass das Thema mit einer nationalen Strategie oben auf die Tagesordnung gesetzt wird. Es kommt nun darauf an, dass alle Beteiligten in Bund, Ländern und Kommunen mitmachen“, so der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering.

→ Weitere Infos: Pressemitteilung BAGSO v. 01.07.2020

Die VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Bautzen e.V. mit Sitz in Bischofswerda betreibt im Übrigen seit einigen Jahren ein Beratungszentrum Alter & Demenz.


Über die BAGSO

Die BAGSO mit Sitz in Bonn vertritt über ihre 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.

Datum:
22.06.2020 – 08:24

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen begeht 30-jähriges Jubiläum ihrer Gründung

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Drei Aufgaben Modell der VOLKSSOLIDARITÄT

Am 23. Juni 1990 wurde die VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen e.V. gegründet. Am 8. Oktober 1990 erfolgte mit der Einreichung der Satzung die Eintragung der Vereinigung Volkssolidarität Landesverband Sachsen e.V. mit Sitz in Dresden in das Vereinsregister des damaligen Kreisgerichtes Dresden. Mit der Registrierung wurde der Verein rechtsfähig.

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands gründeten sich Anfang der neunziger Jahre in Sachsen parallel die VOLKSSOLIDARITÄT Stadt-, Kreis- und Regionalverbände - wie der Landesverband - ebenso als eingetragene Vereine juristisch und wirtschaftlich selbständig.

Der Landesvorsitzende, Olaf Wenzel, die Mitglieder des Landesvorstandes, der Landesgeschäftsführer Steffen C. Lemme und die MitarbeiterInnen der Landesgeschäftsstelle möchten allen Stadt-, Kreis- und Regionalverbänden an dieser Stelle ihr gewaltiges, erfolgreiches Aufbauwerk über drei Jahrzehnte mit allen Höhen und Tiefen würdigen und die besten Grüße übermitteln. Was klein und oft provisorisch begann, ist heute groß und vielfältig geworden. Neue Betätigungsfelder wie z. B. die Betreibung von Kindertageseinrichtungen, Unterstützung von Familien, Betreuung und pflegerische Leistungen für Senioren und Behinderte wurden erschlossen. Bestehende Angebote wie die Begegnungsstätten und der Mahlzeitendienst wurden ausgebaut.

Die VOLKSSOLIDARITÄT hat sich in Sachsen mit ihren sozialen Diensten und Einrichtungen zu einem großen, attraktiven Arbeitgeber "von der Kinderbetreuung bis zur Altenpflege" mit einem bemerkenswerten Mitgliederverband und breitgefächerter sozialpolitischer Interessenvertretung entwickelt. Diese drei Säulen bzw. Aufgaben werden auch künftig ihr Wirken bestimmen.

Wir wünschen den VS Stadt-, Kreis- und Regionalverbänden weiterhin viel Erfolg sowie die nötige Ausdauer und Zielstrebigkeit bei der Umsetzung zahlreicher Projekte mit haupt- und ehrenamtlich Tätigen, auch mit der Unterstützung des Landesverbandes.

Datum:
05.06.2020 – 08:24

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT unterstützt "Band der Solidarität"

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Liebe Freund*innen, Unterstützer*innen und Interessierte,

Die Corona-Pandemie trifft uns alle, doch bei weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird jetzt noch ungerechter. Umso wichtiger ist es, klar und deutlich für eine soziale, klimagerechte und antirassistische Gesellschaft einzutreten. Denn jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer.

Am Sonntag, den 14. Juni 2020, werden wir in Berlin, Leipzig, Chemnitz, Erfurt und anderen Orten verantwortungsbewusst und mit Rücksicht protestieren. Und auch im Netz zeigen wir: #SoGehtSolidarisch

Unseren Aufruf haben bereits über 130 Organisationen unterzeichnet, darunter: das Deutsche Kinderhilfswerk, Women In Exile, ver.di Berlin-Brandenburg und Sachsen, Medico International, der Deutsche Mieterbund, Fridays for Future Erfurt, der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, Sea Watch und viele andere.

Wir knüpfen ein #unteilbares Band der Solidarität - und das geht nur gemeinsam. Sei dabei!

→ Weitere Infos: www.unteilbar.org

Datum:
03.06.2020 – 12:45

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen begrüßt Aufstockung des Pflegebonus durch die Landesregierung

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Grafische Darstellung zum neuartigen Coronavirus | Quelle: BZgA

Vor zwei Wochen wurde im Bundestag das Gesetz für einen finanziellen Bonus für Altenpfleger verabschiedet. Nach langen Verhandlungen hat sich nun auch die sächs. Koalition aus CDU, Grünen und SPD dazu durchgerungen, die Sonderzahlung des Bundes - finanziert aus der Pflegeversicherung - in Höhe von 1.000 Euro um 500 Euro pro MA zu erhöhen. Der sog. Corona-Bonus wird in Sachsen auch an Auszubildende und Mitarbeiter in der ambulanten Pflege sowie in Freiwilligendiensten gezahlt. Die Gesamthöhe ist dabei nach dem Beschäftigungsumfang gestaffelt. Sachsens Landesregierung rechnet mit zusätzlichen Ausgaben in Höhe von ca. 30 Mio. Euro. Die Arbeitgeber müssen sich nicht an den Kosten beteiligen.

Die freien Sozialträger in Sachsen hatten den Freistaat ebenfalls in der Pflicht gesehen, den Länderanteil an der Prämie allein zu übernehmen. Nach Aussage des Vorsitzenden der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen, Michael Richter, dürfen die gemeinnützigen Träger keine Rücklagen für derartige Sonderausgaben bilden. "Wäre die Prämie langfristig geplant gewesen, hätten die Träger dies bei den Verhandlungen der Kostensätze einplanen können", erklärte Richter. "Da dies am Ende eine Belastung der Pflegebedürftigen bedeutet hätte, wäre man aber prinzipiell gegen eine finanzielle Beteiligung der freien Träger."

Die VOLKSSOLIDARITÄT LV Sachsen hatte sich in diesem Sinne Anfang Mai mit einem Brief an die sächs. Staatsregierung gewandt. Die angedachte Regelung, dass zwei Drittel der höchstmöglichen Prämie aus Mitteln der Pflegekassen finanziert werden und das restliche Drittel seitens der Länder oder, sollten diese eine Beteiligung verweigern, von den Arbeitgebern aufgefüllt werden kann, lehnt die VOLKSSOLIDARITÄT entschieden ab. Die Aufstockung der Prämie ist für sie nicht zu leisten.

Details zu Antrags- und Auszahlungsmodalitäten sollen heute im Kabinett beschlossen werden.


Im Freistaat Sachsen versorgen und betreuen im Bereich der ambulanten und stationären Pflege rund 70.000 Beschäftigte über 200.000 Pflegebedürftige über 1.100 ambulante Dienste und in knapp 1.000 Pflegeheimen.

Datum:
02.06.2020 – 13:19

Autor:
Claus Püschel

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Eröffnungsveranstaltung zum 75. Jahrestag der Gründung der VOLKSSOLIDARITÄT

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Katrin Wettin bei ihrem Auftritt in Glaubitz | Foto: Peter Noack

Zum 75. Jahrestag der Gründung der VOLKSSOLIDARITÄT wurde in Glaubitz im Rondell das Schlosses eine musikalische Zeitreise geboten. Violinenvirtuosin Katrin Wettin hatte ein excellentes reichhaltiges Programm zusammengestellt, was äußerst viele Genre bediente. Von der Toccata D-Moll von Johann Sebastian Bach über die Titelmusik von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" bis zum Ungarischen Tanz Nummer 5 von Johannes Brams spannte sich der Bogen musikalischer Vielfalt der Künstlerin. Kein Wunder, dass das Publikum reichlich Applaus spendete und viele Stücke mitsummte. Bei den Titeln "Bohemian Rhapsody" von Queen und "Als ich fortging" von Dirk Michaelis wurde sogar gejubelt. "Am Fenster" von City animierte einige Zuschauer sogar zum Tanzen.

Insgesamt 50 Zuschauer, unter ihnen Heimbewohner, Angehörige und Mitarbeiter der VOLKSSOLIDRITÄT Schlossresidenz Glaubitz hatten nach Wochen der Beschränkungen die Möglichkeit dieses Konzert live zu erleben. Endlich konnten sich, wenn auch mit Abstand und Mundschutz zu einem schönen Anlass nahestehende Verwandte wiedersehen und wunderbare Musik genießen. Ein besonderes Ereignis war es auch für die Bewohner der VOLKSSOLIDARITÄT Seniorenresidenz in Merschwitz, die über einen Livestream dieses Konzert verfolgen konnten. Weitere über 1.600 Zuschauer verfolgten das Konzert im Internet.

"Es hat mir sehr gefallen, tolle Künstlerin, tolle Auswahl der Stücke und überhaupt ein sehr schönes Konzert. Danke schön an Frau Wettin und den Technikern. Schade nur, dass von uns "Alten" nur wenige Internet haben und dieses Konzert ansehen konnten", kommentiert Ingrid Ringleb, 80 Jahre alt und Vorsitzende einer Mitgliedergruppe der VOLKSSOLIDARITÄT in Riesa. Selbst der portugiesische Freundeskreis von Katrin Wettin verfolgte auf diese Art dieses musikalische Erlebnis. "Das idyllische Ambiente in Glaubitz macht solch eine Musik zum besonderen Erlebnis. Einen recht herzlich Dank an die VOLKSSOLIDARITÄT Riesa-Großenhain für dieses schönes Angebot", lobte der Riesaer Stadtrat Jürgen Gläsel, Die Organisatoren sind selbst überrascht von der Resonanz.

Selbst einen Tag danach wird die Aufzeichnung noch fleißig angesehen. Die Vorstandsvorsitzende der VOLKSSOLIDARITÄT Riesa-Großenhain, Sabine Vincze, freut sich über den Erfolg. "Wer die Seele eines Menschen berührt, der betritt heiligen Boden! Dieser Verantwortung sollte sich jeder bewusst sein. Die VOLKSSOLIDARITÄT stellt sich täglich dieser besonderen Verantwortung, um die uns anvertrauten Mitglieder und Menschen sanft und respektvoll zu beraten sowie zu begleiten. Ein würdiger Auftakt zu unserem 75-jährigen Jubiläum".

Peter Noack, Glaubitz, 28.05.2020

→ Weitere Infos: Auftritt Katrin Wettin in Glaubitz am 27.05.2020

Datum:
27.05.2020 – 10:03

Autor:
Claus Püschel

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Pflegeheime brauchen klare Vorgaben und mehr Unterstützung

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat die Landesregierungen dazu aufgerufen, mit klaren Vorgaben Besuche von Angehörigen in allen Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen. Rückmeldungen von Betroffenen zeigen, dass sich trotz der von Bund und Ländern angekündigten Lockerungen die Situation für die Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen nicht entscheidend verbessert hat. Vielfach sind Besuche nur einmal in der Woche und für eine Dauer von 30 bis 60 Minuten möglich, Angehörige und Bewohner bleiben durch eine Plexiglasscheibe getrennt.

„Es ist auch nicht zu akzeptieren, dass mobile Bewohnerinnen und Bewohnern daran gehindert werden, sich frei zu bewegen und die Einrichtungen auch mal zu verlassen“, so BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering. „Die Entscheidung über solche gravierenden Freiheitseinschränkungen kann nicht von den Einrichtungen getroffen werden.“

→ Weitere Infos: Pressemitteilung BAGSO v. 26.05.2020


Über die BAGSO

Die BAGSO mit Sitz in Bonn vertritt über ihre 120 Mitgliedsorganisationen viele Millionen ältere Menschen in Deutschland. Mit ihren Publikationen und Veranstaltungen – dazu gehören auch die alle drei Jahre stattfindenden Deutschen Seniorentage – wirbt die BAGSO für ein möglichst gesundes, aktives und engagiertes Älterwerden.

Datum:
08.05.2020 – 11:48

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT würdigt erneut tägliche Leistung der Pflegenden

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VOLKSSOLIDARITÄT Stadtverband Chemnitz e.V., Pflegeheim Mozartstraße

Der Internationale Tag der Pflegenden am 12. Mai erinnert uns daran, dass Pflegerinnen und Pfleger in der Gesellschaft mehr Wertschätzung verdienen. Jeden Tag sind sie unermüdlich für andere Menschen tätig. Nicht erst die Corona-Pandemie verdeutlicht, wie unersetzlich dieser Berufsstand ist.

Die VOLKSSOLIDARITÄT LV SACHSEN mahnt anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten und die gegenwärtigen Pflegebedingungen (Personalmangel, körperliche Belastung, permanenter Zeitdruck) insgesamt zu verbessern. Die Pflege kranker, behinderter und alter Menschen - auch durch pflegende Angehörige - ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen. In der Alten- und Krankenpflege sind deutschlandweit weit über 30.000 Stellen unbesetzt.

Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Krisensituation den positiven Effekt mit sich bringt, dass die Gehälter in der Pflege steigen. Der in Verhandlung befindliche Corona-Bonus von einmalig 1.500 Euro für Vollzeitbeschäftigte möge zunächst umgesetzt werden.


Das Datum des Internationalen Tages der Pflegenden ist kein Zufall. Am 12. Mai 1820 wurde die britische Pionierin und Krankenschwester Florence Nightingale geboren. Sie setzte im 19. Jh. weitreichende Reformen im Gesundheitswesen Großbritanniens durch. Ihr zu Ehren rufen Pflegende weltweit an diesem Tag dazu auf, öffentlich ein Zeichen für gute Pflege zu setzen. Der internationale Tag der Pflegenden wird in Deutschland seit 1967 begangen.

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