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News

Datum:
17.06.2019 – 16:53

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT ist Gründungsmitglied der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche

Dr. Wolfram Friedersdorff, Präsident der VOLKSSOLIDARITÄT

Die VOLKSSOLIDARITÄT Bundesverband, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Diakonische Dienstgeberverband Niedersachsen (DDN) und der Paritätische Gesamtverband haben am 14. Juni in Berlin gemeinsam die „Bundesvereinigung Arbeitgeber in der Pflegebranche“ (BVAP) in Berlin gegründet.

Mit der neu gegründeten Vereinigung wird die Grundlage geschaffen, um Verhandlungen mit den für die Pflegebeschäftigten zuständigen Gewerkschaften zu führen. Ziel des neugegründeten Verbandes ist ein repräsentativer Tarifvertrag in der Pflege, dessen Inhalte für alle Anbieter verbindlich werden sollen. „Als Gründungsmitglied der BVAP haben wir unsere langjährige Forderung nach fairer Bezahlung der Pflegekräfte bekräftigt“, betonte Dr. Wolfram Friedersdorff, Präsident der VOLKSSOLIDARITÄT.

Gero Kettler, Geschäftsführer Arbeitgeberverband AWO Deutschland e. V., begrüßte den Beitritt der VS zur BVAP: „Besonderen Augenmerk werden wir auch auf die Bedingungen in der Pflege in den ostdeutschen Bundesländern legen, daher ist die Bereitschaft der VOLKSSOLIDRITÄT diesem Verband beizutreten von besonderer Bedeutung.“
„Die Hilfe für pflegebedürftige Menschen ist eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe und muss deutlich attraktiver werden. Der Zusammenschluss von ganz unterschiedlichen Pflegeanbietern zur BVAP zeigt, dass die Branche bereit ist, hierfür einen wichtigen Beitrag zu leisten.“

„Wir wollen einen Wettbewerb, der über die Qualität der Arbeit geführt wird und nicht auf dem Rücken der Beschäftigten. Dies erreichen wir durch faire Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter in der Pflege. Darüber hinaus wäre ein gemeinsamer Tarifvertrag ein wichtiges Signal für attraktive Arbeitsbedingungen im Berufsfeld“ sagte Ulrich Bauch, Bundesgeschäftsführer ASB.

Die Gründungsmitglieder der BVAP drängen außerdem darauf, dass die Refinanzierung von höheren Löhnen nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen erfolgt. „Die Politik ist in der Pflicht, hierfür ein zukunftsweisendes Konzept vorzulegen. Wir müssen eine Balance finden zwischen bezahlbarer Pflege und den berechtigten Interessen der Beschäftigen. Die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen müssen vor Überforderung geschützt werden, etwa durch eine Deckelung der Eigenanteile“ ergänzte Rüdiger Becker, Vorsitzender Diakonischer Dienstgeberverband Niedersachsen.


Hintergrund ist die Tatsache, dass es bisher keinen übergreifenden Arbeitgeberverband für die Pflege gibt, in denen die verschiedenen Träger gemeinsam organisiert sind. Die Gründung ist ein wichtiger Schritt, um sich innerhalb der Pflegebranche auf bessere Löhne für alle Beschäftigten zu einigen.