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News

Datum:
28.11.2018 – 12:06

Autor:
Claus Püschel

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Verbesserung der finanziellen Situation freier Schulen

Freies Gymnasium Borsdorf

Der sächs. Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz (CDU) hat auf dem Bundeskongress des Verbandes Deutscher Privatschulverbände am 22. November in Dresden in seinem Grußwort deutlich gemacht, dass die Schulen in freier Trägerschaft in Zukunft mehr Geld bekommen werden.
"Die Interessen der freien Schulträger sind im kommenden Haushalt und im Handlungsprogramm der Staatsregierung berücksichtigt. Freie Schulträger müssen die notwendigen Mittel besitzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben – auch was den Lehrerbedarf betrifft", so Piwarz. Seit der Kabinetts-Verabschiedung des Handlungsprogramms zur nachhaltigen Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen, wurde besonders die Möglichkeit der Lehrer-Verbeamtung an öffentlichen Schulen durch die Verbände und Träger der freien Schulen in den Fokus gerückt und diskutiert. Befürchtet wird ein ungleicher Wettbewerb bei der Lehrerabdeckung zwischen Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft.
„Uns ist es wichtig, gut und vertrauensvoll mit den freien Schulträgern zusammenzuarbeiten, damit die Schulen in Sachsen – egal, ob in öffentlicher oder freier Trägerschaft – ihren Schülern beste Lernbedingungen und den Lehrern beste Lehrbedingungen bieten können. Deshalb kommen viele Maßnahmen des Handlungsprogramms, wie Entgeltverbesserungen oder zusätzliche Anrechnungsstunden, über steigende Schülerausgabensätze den freien Schulträgern unmittelbar finanziell zugute“, erklärte der Kultusminister.
Bereits zum Schuljahresstart 2018/2019 sind die Zuschüsse an freie Schulträger gestiegen. So bekommen die freien Grundschulen jetzt 4.200,76 Euro pro Schüler. Das bedeutet ein Plus von 146,41 Euro (+3,1 Prozent). Die freien Oberschulen erhalten 5.823,05 Euro (+3,02 Prozent) und die Gymnasien 6.226,22 Euro (+2,64 Prozent). Gründe dafür sind unter anderem steigende Lehrergehälter im öffentlichen Schulwesen und ein höherer Verbraucherpreisindex. Um künftig noch aktuellere Daten zur Berechnung der Zuschüsse heranziehen zu können, kündigt Kultusminister Christian Piwarz gesetzliche Änderungen an, die noch in diesem Jahr im Haushaltsbegleitgesetz verabschiedet werden sollen. Zukünftig sollen die Zuschüsse anhand der Bruttojahresgehälter des aktuellen Schuljahres berechnet werden. Steigerungen der Gehälter im öffentlichen Bereich wirken sich also künftig praktisch zeitgleich auf die Zuschüsse aus. Diese geplante Änderung wurde von den Schulen in freier Trägerschaft ausdrücklich begrüßt.
Auch der Regierungsentwurf des Kultushaushaltes für die Jahre 2019/2020 sieht steigende Zahlungen an Schulen in freier Trägerschaft vor. Laut Haushaltsentwurf wachsen die Zuschüsse von derzeit rund 352 Millionen Euro auf 392,2 Millionen Euro in 2019 und 422,7 Millionen Euro in 2020.

Kai Hakl, die Leiterin des Freien Gymnasiums Borsdorf in Trägerschaft der VOLKSSOLIDARITÄT Leipziger Land / Muldental e.V. meint dazu: "Zum einen betrifft das die Erhöhung der Zuschüsse, beachtenswert ist jedoch auch, dass die Zuschüsse künftig schneller in den Schulen ankommen sollen. Inwieweit das reichen wird, um die Personalsituation nachhaltig zu stabilisieren, wird sich zeigen. Fakt bleibt, dass freie Träger auch in Zukunft nicht in der Lage sein werden, eine der Verbeamtung vergleichbare Bezahlung leisten zu können. Demzufolge bleibt die Herausforderung, in einem hart umkämpften Wettbewerb durch innovative Konzepte, eine werteorientierte Haltung und zukunftsfähiges Lehren und Lernen zu ermöglichen." Die VOLKSSOLIDARITÄT LV SACHSEN befürwortet prinzipiell die angedachten Verbesserungen.

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