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News

Datum:
04.10.2018 – 16:00

Autor:
Claus Püschel

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VOLKSSOLIDARITÄT zeigt Flagge für bessere frühkindliche Bildung

Wie die VOLKSSOLIDARITÄT Elbtalkreis-Meißen e.V. beteiligte sich die VOLKSSOLIDARITÄT Stadtverband Leipzig e.V. jüngst am Aktionstag „Weil Kinder Zeit brauchen.“ Die Situation in den sächs. Kitas bessert sich leider nur in kleinen Schritten. Anliegen des Aktionstages des Graswurzelbündnisses „Die bessere Kita“ zum Weltkindertag am 20. September in Leipzig und anderen Orten im Freistaat war die frühkindliche Bildung in Sachsen dagegen langfristig zu verbessern und die Diskussion um die Qualität in den Kindertagesstätten weiterzuführen.
Die VS SV Leipzig e.V. ist Träger von 14 Kitas im Stadtgebiet. Sie beteiligte sich an dieser Aktion und zeigte mit engagierten Kolleginnen und Kollegen Flagge. In der Messestadt zog ein Demonstrationszug vom Bundesverwaltungsgericht zum Augustusplatz, auf dem ein Familienfest mit einem Bastelwettbewerb, Spielen und Aktionen, wie Kinderschminken, stattfand und Akteure des Bündnisses ihren Forderungen Ausdruck verliehen.
„Unsere Beschäftigten sind für noch bessere Kitas in Sachsen auf die Straße gegangen, weil Kinder unsere Zukunft sind“, sagte die stellv. Geschäftsführerin des Stadtverbandes Martina Scharff. „Wir treten zudem für eine Vereinheitlichung der Ausbildung päd. Fachkräfte ein. Eine Verbesserung des Personalschlüssels bedeutet für uns auch, Ausfallzeiten auf Grund von Urlaub, Krankheit und Weiterbildung zu berücksichtigen.“


Im Graswurzelbündnis hatten sich im Frühjahr 2014 Vertreter aus Kitas, Elterninitiativen, von Gewerkschaften und Trägern sowie interessierte Einzelpersonen zusammengeschlossen, um die Bedingungen der frühkindlichen Bildung in Sachsen nachhaltig zu verbessern.

Kernforderungen des Graswurzelbündnisses sind:
▪ vier Stunden für Vor- und Nachbereitungszeit für alle päd. Fachkräfte
▪ eine weitere spürbare Verbesserung des Personalschlüssels sowie
▪ die Freistellung der Leitung für administrative Aufgaben.

Im September wird es die letzte Erhöhung des Personalschlüssels in den sächs. Kitas in dieser Legislaturperiode geben. Eine päd. Fachkraft ist dann im Krippenbereich rein rechnerisch für 5 Kleinkinder zuständig. Bisher waren es 5,5 Kleinkinder pro Fachkraft. Zudem will die Landesregierung vorrausichtlich ab Sommer 2019 zwei Stunden Vor- und Nachbereitungszeit pro 40-Stunden-Fachkraft und Woche finanzieren. Dafür werden ca. 1.400 neue Fachkräfte gebraucht. Auch das Sächs. Kita-Gesetz soll dazu geändert werden. Diese Verbesserungen in kleinen Schritten reichen längst nicht aus, um die frühkindliche Bildung in Sachsen langfristig zu verbessern.
Die zentrale Forderung an die Politik lautet, einen mittel- und langfristigen Plan für die frühkindliche Bildung in Sachsen zu entwickeln. Völlig unabhängig von Wahlkämpfen, Landtags- und Kommunalwahlen liegt es in der Verantwortung aller Beteiligten, sich darüber zu verständigen, wie frühkindliche Bildung in Sachsen in Zukunft aussehen soll.