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News

Datum:
03.08.2017 – 10:51

Autor:
Dr. Jürgen Schmieder

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Landesverband unterstützt Eckpunkte für Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz

Der Landesverband der Volkssolidarität steht für fachlich inhaltliche Diskussion und befördert die aktuell laufende Diskussion zur Kita-Qualitätsentwicklungsinitiative. Die Jugend- und Familienministerkonferenz hatte im Mai 2017 die Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz in der Kindertagesbetreuung beschlossen.
Diese Initiative ist besonders wichtig und nun soll bundesweit einheitlich die Qualität der Angebote verbessert werden. Es gibt diesbezüglich einigen Wildwuchs, denn verschiedene Bundesländer gehen andere Wege – so werden z.B. Quereinsteigende vom ersten Tag in der Kita wie vollwertige ErzieherInnen behandelt, Ausbildungsgänge unterhalb der Erzieherausbildung angeboten und Geringqualifizierte als Fachkräfte anerkannt. Ursache dieser Entwicklung ist der Fachkräftemangel.
Eine Lösung kann nicht im Absenken der Ansprüche bestehen. Der Stellenwert der Kinderbetreuung muss in Analogie zu den Pflegeberufen erhöht werden. Durch Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Qualitätsanforderungen, wird der Beruf noch attraktiver und interessanter und es muss erreicht werden, dass sich mehr Menschen für die Kindererziehung und –betreuung interessieren.
Klar gehört mehr Personal zur Verbesserung der Personalquote in die Kitas, da sind wir uns einig mit vielen anderen, das ist Bestandteil der Qualitätsinitiative bzw. muss dort verankert werden.
Eine Erhöhung des Personalschlüssels bringt nicht automatisch mehr Qualität, hier müssen auch die Ausbildungsmechanismen überarbeitet und vorrangig angegangen werden.
Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung, um den herrschenden Fachkräftemangel zu bekämpfen.
Für die Umsetzung des Gesetzes müssen in den nächsten Jahren rund fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden. Das sieht die Qualitätsentwicklungsinitiative vor.
Alle gesellschaftlichen Kräfte sämtlicher politischer Couleur und Ausrichtung, darunter die Wohlfahrtsverbände die Kindereinrichtungen betreiben, müssen hier zusammenwirken und am gleichen Strang ziehen. Das Thema gehört auf jeden Tisch der Entscheider und Mitstreiter.
Erste Schritte könnten sein: Kita-Leitungen müssen für ihre Leitungsaufgaben freigestellt werden und natürlich auch die Fachberatungen finanziell abgesichert werden.
Auch die eindeutige Anerkennung der mittelbaren pädagogischen Arbeitszeit ist unabdingbar.
Es ist allgemein Tenor, dass diese Verbesserungen ein wesentlicher Schritt sind, die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Kindererziehung und –betreuung zu verbessern und damit eine stärkere Werbung für das Berufsbild vollzogen wird.

Unsere Mitgliederverbände
Wissenswertes

Zum Volkssolidarität Landesverband Sachsen gehören 23 Stadt-, Kreis- und Regionalverbände mit 767 Mitgliedergruppen und 39.503 Mitgliedern. Im Landesverband sind 5.168 Mitglieder bürgerschaftlich engagiert. Hinzu kommt noch ein weiteres wirtschaftlich und juristisch selbständiges Mitglied aus dem Bereich der sozialen Dienstleistungen. (Zahlen aktuell vom 31.12.2016)