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News

Datum:
03.06.2016 – 13:09

Autor:
Andrea Köllner

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Internationaler Tag der Pflege: „Die Leute machen einen tollen Job!“

Die Pflegenden leisten jeden Tag eine Arbeit von hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Diese Einschätzung teilten alle Teilnehmer der öffentlichen Podiumsdiskussion „Pflege heute und morgen“, die der Volkssolidarität Stadtverband Leipzig anlässlich des Internationalen Tages der Pflege gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung am 12. Mai initiiert und veranstaltet hat. Bei dem Thema Reform der Pflegeausbildung gab es hingegen unterschiedliche Standpunkte.
„Die Leute in der Pflege machen einen tollen Job. Hierfür gilt es, einen Dank an alle Fach- und Hilfskräfte zu richten“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Volkssolidarität Sachsen Jens Frieß. „Und auf den Einzelnen bezogen geben die Pflegenden im hohen Maß Rückhalt und sind wichtige Stützen“, ergänzte Dagmar Neukirch, die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Diskussionsrunde zu Herausforderungen in der Pflege: Paul-Friedrich Loose, Jens Frieß, Moderator Duy Tran, Dagmar Neukirch und Michael Junge (v.l.n.r., Foto: Uwe Schürmann).

Der Vorsitzende des Sächsischen Pflegerates, Michael Junge, verwies auf die hohe Anerkennung, die die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in der Gesellschaft genieße. Er beklagte den Pflegepersonalabbau in den Krankenhäusern in der jüngsten Vergangenheit und sprach sich für Pflegekammern als Interessenvertretungen der Berufsgruppe aus.
Die vorgesehene Zusammenlegung der Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege begrüßte Michael Junge ausdrücklich. Die sogenannte generalistische Pflegeausbildung sei ein wichtiger Beitrag dafür, die Pflegeberufe attraktiver zu machen und gleichzeitig orientiert an den konkreten, sich verändernden Bedarfen der Branche auszubilden. Demgegenüber kritisierte Jens Frieß: „Hauptproblem des Vorhabens ist, dass die Aufgabenfelder der Altenpflege zurückgedrängt und die Nachwuchsgewinnung in diesem Bereich zusätzlich erschwert wird.“
Mit Blick auf die Finanzierung des Pflegesystems verwies der Landesgeschäftsführer der BARMER GEK, Paul-Friedrich Loose auf die Finanzreserven, welche die Pflegekassen in der Vergangenheit gebildet hätten. Bei allen Stärken des Pflegesystems müsse jedoch daran erinnert werden: „Der größte Pflegedienst in Deutschland ist die Familie!“ Der Wunsch, so lange wie möglich im eigenen Wohnumfeld zu bleiben, sei klar erkennbar.

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