[Zum Inhalt] [Zur Navigation]

News

Datum:
02.12.2019 – 13:27

Autor:
Claus Püschel

Permalink

Soziale Plattform Klimaschutz: Bündnis aus Gewerkschaft, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden fordert sozial-ökologische Wende für alle

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V.
Unsere Erde

Mit einer Erklärung und einem konkreten Anforderungskatalog melden sich erstmals Mieterbund, Sozial- und Wohlfahrtsverbände mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der Klimaschutz-Debatte gemeinsam zu Wort. Das vom Paritätischen Wohlfahrtsverband mit ver.di initiierte Bündnis spricht sich offensiv für eine sozial-ökologische Wende aus und warnt davor, Soziales und Klima gegeneinander auszuspielen.

Weitere Mitzeichner sind der AWO Bundesverband, der Deutsche Caritasverband, der Sozialverband Deutschland (SoVD), der Sozialverband VdK Deutschland, der VOLKSSOLIDARITÄT Bundesverband sowie der Deutsche Mieterbund.

"Wir teilen gemeinsam die feste Überzeugung, dass die ökologische Wende nur als sozial-ökologische Wende gestaltet werden kann. Mehr noch: Die klimapolitischen Herausforderungen eröffnen die Chance, Soziales neu zu denken und mehr Lebensqualität für alle zu schaffen", heißt es in der Sozialplattform Klimaschutz. Das Bündnis fordert eine "ambitionierte und verbindliche Klimaschutzpolitik". Klimaschutz dürfe jedoch "kein Elitenprojekt" und ein umweltbewusstes Leben "kein Luxus" sein.

In der Erklärung formulieren die Organisationen ganz konkrete Forderungen und Lösungsvorschläge zur Gestaltung einer echten sozial-ökologischen Wende, u.a. in den Bereichen Wohnen, Energie und Mobilität. Darüber hinaus ist aus Sicht des Bündnisses ein funktionierender Sozialstaat Voraussetzung für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik und auch die Frage der Finanzierung der sozial-ökologischen Wende dürfe nicht ausgeklammert werden. Die Investitionsbedarfe seien erheblich. "Entsprechende Maßnahmen auf der Einnahmenseite der öffentlichen Haushalte sind Voraussetzung für das Gelingen einer sozial-ökologischen Transformation", heißt es im Text.

"Wir brauchen schnellstmöglich eine konsequente Klimaschutzpolitik. Doch ohne Rücksicht auf soziale Belange würde dies unsere Gesellschaft zerreißen. Deshalb ist Klimaschutz nur als sozial-ökologische Wende denkbar. Es geht nicht um mühsame Kompromisse, es geht darum, bestehende Konzepte von Infrastruktur, Mobilität oder Wohnen komplett neu zu denken", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

"Der klimagerechte Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft kann nur gelingen, wenn er umfassend sozial gestaltet wird. Dazu brauchen wir einen starken, demokratischen und aktiven Staat, der die zentralen Ziele vorgibt, handelt und für sozialen Ausgleich sorgt", so Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

"Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen zusammen gedacht werden. Klimaschutz, Energiewende und Energieeffizienz sind alternativlos, der Gesetzgeber muss aber dafür sorgen, dass Normalverdiener, vor allem einkommensschwächere Haushalte nicht auf der Strecke bleiben und z.B. ihre warme Wohnung noch bezahlen können", so Lukas Siebenkotten, Präsident Deutscher Mieterbund (DMB).

→ Weitere Infos: www.der-paritaetische.de/schwerpunkt/klimaschutz

Datum:
25.11.2019 – 15:01

Autor:
Claus Püschel

Permalink

VOLKSSOLIDARITÄT Westerzgebirge weiht betreute Wohnanlage ein

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Bild 1 von 2 | Einweihung der Wohnanlage Sonnenleithe, Sachsenfelder Str. 77, 08340 Schwarzenberg am 19.11.2019 - Außenansicht

Die VOLKSSOLIDARITÄT Westerzgebirge e.V. hat im Norden von Schwarzenberg eine neue Wohnanlage für Betreutes Wohnen eröffnet. Der Vorsitzende Herr Dr. Werner Thomas und der Geschäftsführer Bèla Ullmann bedankten sich bei einer kleinen Feierstunde am Nachmittag des 19.11. bei den eingeladenen Firmenvertretern und Handwerkern für die termingerechte und qualitätstreue Errichtung des Objektes.

Die Eckpunkte des Neubaus im Überblick:

▪ Bauzeit April 2018 bis November 2019
▪ Baukosten ca. 5 Mio. Euro
▪ 21 beteiligte Unternehmen aus der Region
▪ Barrierefreies Objekt mit 32 modernen Wohnungen
▪ Tagespflege im Haus mit 15 Plätzen
▪ 5 neue Arbeitsplätze in Pflege und Hauswirtschaft


Über die VOLKSSOLIDARITÄT Westerzgebirge

Die VOLKSSOLIDARITÄT Westerzgebirge e.V. verfügt über 1.085 Mitglieder, darunter 450 ehrenamtlich Tätige und 395 Beschäftigte (Stand 31.12.2018). Der Verein betreibt Einrichtungen von der Kinderbetreuung bis zur Altenpflege in Schwarzenberg, Aue und Stollberg sowie weiteren Orten des Erzgebirgskreises.

Datum:
22.11.2019 – 09:43

Autor:
Claus Püschel

Permalink

VOLKSSOLIDARITÄT Leipziger Land/Muldental wählt neuen Vorstand

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Dr. Klaus Bandekow

Am 8.11. fand die 16. Kreisdelegiertenversammlung der VOLKSSOLIDARITÄT Leipziger Land/Muldental e.V. im Globana Airport Hotel in Schkeuditz statt. Digitalisierung und Mitarbeiter-Bindung waren zwei zentrale Themen der Konferenz. Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Frau Dr. Hildegard Wagenbreth und Frau Christine Hofmann wurde herzlich für ihre jahrelange Tätigkeit gedankt.

Die Delegierten bestätigten in Anwesenheit von Herrn Alexander Lohse, Geschäftsführer der VOLKSSOLIDARITÄT Bundesverband und Herrn Steffen C. Lemme (Tagungsleitung) einstimmig die Rechenschaftslegung des alten Vorstandes und der Geschäftsleitung, sodass der neue Vorstand mit Rückenwind die Aufgaben im kommenden 75. Jubiläumsjahr der VS angehen kann.

Ein neuer ehrenamtlicher Vorstand für die Legislaturperiode 2019 bis 2023 wurde gewählt. Neuer Vorsitzender ist Herr Dr. Klaus Bandekow.


Über die VOLKSSOLIDARITÄT Leipziger Land/Muldental

Die VOLKSSOLIDARITÄT Leipziger Land/Muldental e.V. verfügt über 2.026 Mitglieder, darunter 71 ehrenamtlich Tätige und 1.170 Beschäftigte (Stand 31.12.2018). Der Verein ist ein sehr großer Arbeitgeber in der Region Leipzig. Er betreibt 85 Einrichtungen von der Kinderbetreuung bis zur Altenpflege in der Stadt Leipzig sowie in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.

Datum:
19.11.2019 – 08:24

Autor:
Claus Püschel

Permalink

Gemeinsam für gesunde und sichere Arbeitsbedingungen: VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen kooperiert mit der BGW

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Logo BGW
Kooperation der VOLKSSOLIDARITÄT LV Sachsen mit der BGW - im Bild von links nach rechts: Andrè Fischer (BGW), Romy Pietsch (GF VS KV Bautzen e.V.), Steffen C. Lemme (LGF VS LV Sachsen e.V.), Hanka Jarisch (BGW)

Die VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen e.V. und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) werden zur Förderung gesunder Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen des Verbandes zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Dazu haben sie am 15.10.2019 in Dresden eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Zusatznutzen für Mitglieder

Beschäftigte in Deutschland haben Anspruch auf einen gesunden Arbeitsplatz. Von guten Arbeitsbedingungen profitiert aber auch der Betrieb. Schließlich sind gesunde, leistungsfähige und motivierte Beschäftigte unverzichtbar für den Unternehmenserfolg. Doch in vielen Betrieben gibt es oft Nachholbedarf in Sachen Arbeitsschutz, gerade in organisatorischer Hinsicht. Hier erhalten die Geschäftsstellen und Einrichtungen der sächs. Stadt-, Kreis- und Regionalverbände im VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen nun gezielte Unterstützung.
Sie werden künftig in den Medien und auf Veranstaltungen des Verbandes über wichtige Arbeitsschutzaufgaben, deren Organisation und ausgewählte Angebote der Berufsgenossenschaft informiert. "Wir freuen uns auf die Intensivierung der Kooperation mit der BGW und sind überzeugt, unseren Mitgliedsverbänden auf diesem Wege einen hohen Zusatznutzen bieten zu können", erklärt Landesgeschäftsführer Steffen C. Lemme.

Passgenau für kleine Betriebe

Die BGW möchte mit solchen Verbändekooperationen insbesondere kleinere und Kleinstbetriebe unterstützen. Gerade der Aufbau einer systematischen Arbeitsschutzorganisation fällt dort aus strukturellen Gründen oft schwerer als bei großen Unternehmen. Die Berufsgenossenschaft setzt hier deshalb auf intensiven Wissenstransfer und passgenaue Angebote.
Konkret sollen die Einrichtungen bei Bedarf unterstützt werden, die Mindeststandards im Arbeitsschutz zu erfüllen – beispielsweise eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Ferner macht die BGW Lösungsvorschläge, wie sich der Arbeitsschutz systematisch und effektiv organisieren lässt – und verbindet das mit finanziellen Anreizen. Dabei können die Einrichtungen selbst wählen, welche Handlungsoption für sie die beste ist.

Schon jetzt mehr erfahren

Koordiniert wird die Kooperation auf Verbands- und Berufsgenossenschaftsseite jeweils von einer zentralen Ansprechperson. Bei der VOLKSSOLIDARITÄT Landesverband Sachsen e.V. ist dies der Landesgeschäftsführer Herr Steffen C. Lemme, Tel. 0351 / 43 110 10, E-Mail: steffen.lemme@volkssolidaritaet.de. Die BGW informiert unter www.bgw-online.de/kooperationen über ihre Partnerschaft mit der Freien Wohlfahrtspflege. Unter anderem stellt sie dort ihre exklusiven Angebote an die Verbände und deren Mitgliedsbetriebe vor.


Über die BGW

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für über 8,4 Mio. Versicherte in rund 640.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

→ Weitere Infos: www.bgw-online.de

Datum:
18.11.2019 – 16:01

Autor:
Claus Püschel

Permalink

VOLKSSOLIDARITÄT Elbtalkreis-Meißen beschließt Neufassung der Satzung und wählt Verwaltungsrat

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Bild 1 von 2 | Wiederwahl von Frau Kerstin Kunze als Vorsitzende

Am 7.11. fand die Kreisdelegiertenversammlung der VOLKSSOLIDARITÄT Elbtalkreis-Meißen e.V. im Saal des Hotels „Goldener Anker“ in Radebeul statt. Die Delegierten stimmten dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes, dem Arbeitsbericht 2018 und der Neufassung der Satzung einstimmig zu. Die Veränderungen der Organe des Vereines mit einem hauptamtlichen Vorstand und ehrenamtlichen Verwaltungsrat wurden über Monate vorbereitet. Frau Kerstin Kunze wurde als Vorsitzende wiedergewählt.


Über die VOLKSSOLIDARITÄT Elbtalkreis-Meißen

Die VOLKSSOLIDARITÄT Elbtalkreis-Meißen e.V. verfügt über 2.800 Mitglieder, darunter 420 ehrenamtlich Tätige und 692 Beschäftigte (Stand 31.12.2018). Sie betreibt diverse Einrichtungen von der Kinderbetreuung bis zur Altenpflege im Norden Dresdens sowie in den Landkreisen Meißen, Bautzen und Sächs. Schweiz.

Datum:
11.11.2019 – 16:13

Autor:
Claus Püschel

Permalink

27. Fachtagung Kindertageseinrichtungen / Hilfen zur Erziehung am 5. / 6. November 2019 in Burgstädt

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Logo Wehrfritz
Bild 1 von 9 | Center Hotel Alte Spinnerei Burgstädt

Die 27. Fachtagung fand zum 14. Mal im Center Hotel "Alte Spinnerei" in Burgstädt mit ca. 140 TeilnehmerInnen in Kooperation mit der Fa. Wehrfritz statt. Zum Teilnehmerkreis gehörten hauptsächlich BereichsleiterInnen und LeiterInnen von Kindertageseinrichtungen sowie einige Mitarbeiterinnen aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung. Die Veranstaltung wurde im Wesentlichen von Claus Püschel, Vereinsmanager VS LV SN, und einigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe KITA beim Landesvorstand, insbesondere Ingrid Müller, BL KITA VS Westerzgebirge e.V. und Martina Müller, BL KITA VS RV Freiberg e.V. vorbereitet bzw. vor Ort mitgestaltet.

Der Landesvorsitzende Olaf Wenzel eröffnete die Tagung. Redebeiträge überbrachten der Leiter des Kompetenzzentrums Familie, Kinder, Jugend der VS Bundesverband, Bèla Ullmann und der Landesgeschäftsführer Steffen C. Lemme.

Im Vortrag von Herrn Prof. Dr. Malte Mienert 'Das haben wir schon immer so gemacht?!' wurden die Zuhörer am 1. Tag für neue pädagogische Ansätze für die Krippe, Kindergarten und Hort sensibilisiert. In seinem teilw. provokanten Vortrag ging der Referent auf die "Ja, abers" im Alltag, Bildung für Gegenwart und Zukunft, Anforderungen an Pädagoginnen heute, die Rollen der Fachkräfte von der trainings- zur beziehungsorientierten Pädagogik sowie auf die Definition der Selbstbildung ein. In einem weiteren Vortrag am 2. Tag stellte Herr Anders Fuchs, Manager für digitale Bildung der Fa. Wehrfritz, die Vermittlung digitaler Kompetenzen im Kindergarten dar. Er wurde unterstützt von Frau Ines Platz und Frau Linda Großmann aus der Kita "Radeberger Kinderland". In dieser Einrichtung des Elbtalkreises sind Erzieherinnen und Kinder im Umgang mit Tablet-Computern bereits vertraut. U.a. wurde über die verbesserte Kommunikation unter Kollegen in der Einrichtung als Nebeneffekt berichtet.

In den Workshops wurden folgende Themen erörtert:
▪ Öffnung des Alltags in Krippe, Kindergarten und Hort (Ref. Prof. Dr. Malte Mienert)
▪ Kommunikation mit Eltern (Ref. Dr. Carola Weise)
▪ Entwicklungspsychologie ganz praktisch (Ref. Dr. Pedro Auerswald)
▪ Herausforderndes Verhalten von Kindern (Ref. Dr. Pedro Auerswald)
▪ Kinderschutz / Kindeswohlgefährdung (Ref. Doreen Voigt)
▪ Teamführung / Stärkung von Leitungskompetenzen (Ref. Jens Borrmann)
▪ Digitale Praxis in Kindergärten (Ref. Anders Fuchs)

Die TeilnehmerInnen nutzen beide Tage für den Wissenserwerb, zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch sowie zum gegenseitigen Kennenlernen. Im Verlauf der Tagung wurde u.a. über die Angebote der Weiterbildungsakademie der VS Elbtalkreis - Meißen e.V. informiert. Die 'Vermittlung digitaler Kompetenzen' inkl. Sensibilisierung von Kindern, Eltern und päd. Fachkräften soll in den kommenden Jahren ein wichtiger Schwerpunkt der Fachtagung Kindertageseinrichtungen / Hilfen zur Erziehung sein.

Datum:
01.11.2019 – 12:32

Autor:
Claus Püschel

Permalink

Bundestag hat Gesetz für bessere Pflegelöhne beschlossen

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Gute Pflege verdient gute Bezahlung

Der Bundestag hat das Gesetz für höhere Pflegelöhne beschlossen. Das Pflegelöhneverbesserungsgesetz wird zu einer besseren Bezahlung von Pflegekräften führen - entweder über einen Flächentarifvertrag in der Altenpflege oder über höhere Lohnuntergrenzen. "Wir stärken die Voraussetzungen dafür, dass nach Tarif bezahlt wird und die Höhe sich unterscheidet, je nachdem ob Hilfskräfte oder examinierte Pflegekräfte im Einsatz sind. Es ist nun Aufgabe von Gewerkschaften und Arbeitgebern zu verhandeln und gemeinsam zu entscheiden, ob sie einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag schaffen oder weiter den Weg über den Pflegemindestlohn beschreiten wollen", so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Kritiker des Gesetzes bemängeln u.a., dass ein möglicher und von der Gewerkschaft Verdi und der im Sommer gegründeten Bundesvereinigung Arbeitgeber in der Pflegebranche ausgehandelter Tarifvertrag nicht repräsentativ genug sei. Außerdem sorgen sie sich um die Kosten, die höhere Löhne verursachen würden. Selbst Unterstützer der Tariflösung werfen der Regierung vor, bislang offen zu lassen, wie eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte finanziert werden soll. Einer Studie zufolge werden bis zu fünf Mrd. Euro im Jahr benötigt. Man befürchtet, dass am Ende Pflegebedürftige und ihre Angehörigen dafür aufkommen müssten - dabei gelten diese allgemein schon als stark belastet durch die zu erbringenden Eigenanteile, welche ohnehin bereits angestiegen sind.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will im kommenden Jahr ein Konzept für eine Finanzreform der Pflegeversicherung vorlegen. Er will nach eigenen Worten einen "fairen Ausgleich" schaffen und rechtfertigte die gesetzlichen Weichenstellungen für höhere Löhne in der Pflege. „Gute Pflege verdient gute Bezahlung". Viele Pflegekräfte gingen immer noch mit spürbar weniger als 2.500 Euro im Monat nach Hause. Das sei zu wenig für diese anspruchsvolle Aufgabe. „Pflegekräfte gehören zu den Stützen unserer älter werdenden Gesellschaft. Das müssen wir honorieren - mit Worten und Taten", betonte Spahn.

Die VOLKSSOLIDARITÄT LV Sachsen setzt sich seit langem für eine bessere Anerkennung des Pflegeberufes ideell wie materiell ein und begrüßt die von der großen Koalition geplanten Schritte.


Die Bundesagentur für Arbeit hatte im Mai umfangreiche Zahlen zur Situation im Pflegebereich vorgelegt. Danach waren Mitte vergangenen Jahres rund 1,6 Mio. Menschen in der Kranken- und Altenpflege sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon arbeiteten 583.000 Menschen in der Altenpflege. Vier von fünf Beschäftigten in der Branche sind Frauen. Mehr als die Hälfte arbeitet lediglich in Teilzeit oder geringfügig.
Bisher gibt es keinen bundesweiten Tarifvertrag in der Pflege, sondern nur einen allgemeinen Pflegemindestlohn. Das liegt an der starken Zerklüftung der Pflegebranche mit privaten, kommunalen, freigemeinnützigen und kirchlichen Arbeitgebern. In der Altenpflege gelten nur für 20 Prozent der Beschäftigten tarifliche Arbeitsbedingungen. Der allgemeine Pflegemindestlohn ist noch bis zum 30.04.2020 verbindlich. Er beträgt derzeit 11,05 Euro pro Stunde in Westdeutschland und 10,55 Euro in Ostdeutschland. Von diesem Mindestlohn profitieren bisher vor allem Pflegehilfskräfte.

Datum:
23.10.2019 – 08:08

Autor:
Claus Püschel

Permalink

Hohe Auszeichnung in der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Zwickauer Land

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Staatsministerin Barbara Klepsch mit der Ausgezeichneten Erika Gruschwitz

In Würdigung Ihrer langjährigen aktiven ehrenamtlichen Tätigkeit in der VOLKSSOLIDARITÄT Kreisverband Zwickauer Land e.V. wurde Erika Gruschwitz mit der Annen-Medaille geehrt. Die 84-Jährige erhielt die Auszeichnung von der sächsischen Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch im Rahmen einer Festveranstaltung am 10. Oktober auf Schloss Albrechtsberg in Dresden.

Mitglied im Verband ist die Seniorin bereits seit 1975 – und so lange auch engagiert im Vereinsleben. Die Auszeichnung war für die Werdauerin ein spezieller Moment: „Es gibt sehr viele Menschen, die ehrenamtlich aktiv sind. Dass diese mit solch einer Veranstaltung gewürdigt werden, zeigt, wie wichtig das Engagement ist. Ich freue mich sehr und sehe die Ehrung auch als Auszeichnung für die Arbeit aller Ehrenamtlichen unseres Kreisverbandes.”

→ Weitere Infos: Pressemitteilung VS KV Zwickauer Land v. 11.10.2019


Die aus Meißner Porzellan gefertigte Annen-Medaille wurde 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin "Anna von Sachsen" (1532 – 1585) gestiftet. Jährlich erhalten bis zu 20 Bürgerinnen und Bürger aus dem Freistaat Sachsen diese Auszeichnung. Mit ihr werden Personen geehrt, deren Anstrengungen weit über das Normale hinausgehen, die andere Mitbürger begeistern und inspirieren, ihnen helfen, sie unterstützen und fördern. Es ist ein Beitrag der Mitmenschlichkeit, den die Ausgezeichneten mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement leisten.

Datum:
21.10.2019 – 16:07

Autor:
Claus Püschel

Permalink

Festveranstaltung der VOLKSSOLIDARITÄT anl. des 74. Gründungstages

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Im Bild von links nach rechts: Michael Rothe (VS Soziale Dienste Oberes Vogtland e.V., Marina Müller (VS SV Chemnitz e.V.), Steffen C. Lemme (VS LV Sachsen e.V.), Tatjana Klär (VS SV Chemnitz e.V.), Dr. Uwe Lorenz (Eberhard Travel GmbH)

Der Bundesvorstand der VOLKSSOLIDARITÄT führte am 19. Oktober aus Anlass des 74. Gründungstages der VS eine Festveranstaltung in Berlin durch. Im Verlauf der Zusammenkunft im Hotel "Park Inn" am Alexanderplatz wurden verdienstvolle ehrenamtlich Tätige, GeschäftsführerInnen, MitarbeiterInnen und Kooperationspartner, darunter aus Sachsen, ausgezeichnet.

Die Goldene Solidaritätsnadel wurde Isolde Opitz (VS SV Leipzig e.V.), Marion Pabst (VS KV Nordsachsen e.V.) und Marina Müller (VS SV Chemnitz e.V.) verliehen. Eine Ehrenplakette erhielten Klaus-Dieter Rentsch (VS Dresden e.V.) und Tatjana Klär (VS SV Chemnitz e.V.). Einen Ehrenpreis bekamen Dr. Uwe Lorenz (GF Eberhard Travel GmbH) und Michael Mollau (Direktor Dorint Hotel Dresden).

Außerdem wurden die besten Werber im Rahmen der alljährlichen Aktion "Mitglieder werben Mitglieder" im zurückliegenden Jahr ausgezeichnet. Michael Rothe (VS Soziale Dienste Oberes Vogtland e.V.) gewann 51 und Steffi Richter (VS SV Leipzig e.V.) 29 neue Mitglieder der VOLKSSOLIDARITÄT.

Landesgeschäftsführer Steffen C. Lemme gratulierte den bei der Feier anwesenden Ausgezeichneten und dankte Ihnen für Ihr langjähriges Engagement für die VS in den jeweiligen Stadt-, Kreis- und Regionalverbänden.


Über die VOLKSSOLIDARITÄT

Die VOLKSSOLIDARITÄT wurde als Aktionsbündnis verschiedener Parteien, beider Landeskirchen sowie FDGB zur Linderung der Nachkriegsnot im Oktober 1945 in Dresden gegründet. Bis 1989 beschränkte sich ihre Tätigkeit auf die Betreuung von Senioren. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands hat sie ihr Leistungsspektrum schrittweise deutlich erweitert. In der Gegenwart ist die VS in Ostdeutschland als großer und anerkannter Sozial- und Wohlfahrtsverband tätig. Das Wirken der VS beruht auf den drei Säulen Mitgliederverband, Soziale Dienstleistungen und Sozialpolitische Interessenvertretung. Im kommenden Jahr begeht die VS mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 75. Gründungsjubiläum.

Datum:
21.10.2019 – 13:30

Autor:
Claus Püschel

Permalink

Einladung zum Sozialpolitischen Fachgespräch der VOLKSSOLIDARITÄT Bundesverband

VOLKSSOLIDARITÄT Spruchband
Das Reichstagsgebäude am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages.

Im sozialpolitischen Fachgespräch der VOLSSOLIDARITÄT unter dem Titel '30 Jahre Mauerfall – Sozialpolitische Herausforderungen in Ostdeutschland' werden vor dem Hintergrund des fortschreitenden demografischen Wandels soziale Problemlagen wie steigende Altersarmut und mangelhafte gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum erörtert.

Im Anschluss an Impulsvorträge aus Wissenschaft, Verbandsarbeit und Praxis diskutieren Vertreter der VOLKSSOLIDARITÄT mit Bundestagsabgeordneten aus den neuen Bundesländern über geeignete Maßnahmen zur Problembewältigung.

→ Weitere Infos: Einladung zum Sozialpolit. Fachgespräch VS BV am 18.11.2019 in Berlin

Nächste Seite